Das Positionierungs-Experiment mit dem Spitzenmusikers Joshua Bell
Es ist ein nasskalter Januar Morgen. Ein Straßenmusiker steht im Eingangsbereich der U-Bahn-Station in Washington DC und spielt Bach. Mindestens 1000 Menschen strömen in einer Stunde an ihm vorbei.
Nur wenige Passanten nehmen den Musiker wahr. Einige werfen im Vorbeigehen einen Dollar in die Sammelmütze.
Der Strassenmusiker mit der 3.5 Millionen Dollar Stradivari, den niemand beachtet
In dieser knappen Stunde, die der Musiker spielte, hielten nur 6 Leute und blieben für eine Weile stehen. 20 Menschen gaben ihm etwas Geld, gingen aber dann eilig weiter. Insgesamt sammelte der Geiger 32 Dollar ein. Als er mit seinen Stücken zu Ende war applaudierte niemand. Von keiner Seele gab es auch nur den Hauch einer Anerkennung. Was niemand wusste, dass es sich bei dem Musiker um den Star-Geiger Joshua Bell gehandelt hat.
Joshua Bell hatte gerade in der U-Bahn-Station mit Bachs Kompositionen eines der schwierigsten Stücke, das je geschrieben wurde gespielt. Und das auf einer Geige im Wert von 3,5 Millionen Dollar.
Der Stargeiger Joshua Bell vor ausverkauften Konzerthallen
Nur wenige Tage zuvor hatte Joshua Bell ein Konzert in Boston gegeben. Gegen Stargage und ausverkauftem Saal bei Eintrittspreisen ab 100 Dollar.
Was Unternehmen daraus ableiten können
Der wahre Wert einer Ware oder einer Dienstleistung wird von den meisten Menschen nicht im Entferntesten erkannt. Der Satz: „Innere Werte sind wichtig“ zählt im Marketing nichts, wenn es darum geht die potentiellen Kunden anzuziehen.
Wer ein hochpreisiges Produkt verkaufen will, muss den entsprechenden Rahmen schaffen. Damit ist z.B. gemeint:
- Preis
- Verpackung und Design
- Vertriebskanal
- Imagetransfer mit adäquaten Personen oder Produkten
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